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In den letzten Wochen haben wir im Unterricht mit Thomas Weißenborn über das Thema "Christsein in der Konsumgesellschaft" nachgedacht. Thomas hat dazu sein gleichnamiges
Buch herausgebracht, welches dieses Thema kurz und knackig zusammenfasst.
Es ist herausfordernd und unbequem sich darüber Gedanken zu machen, was ich kaufe und unter welchen Bedingungen es hergestellt wird.
Produzierte Computerteile von verfolgten Christen aus Korea, Hosen und T-Shirts hergestellt unter schlechtesten Arbeitsbedingungen, Milch wird verkauft zu Dumpingpreisen und und und.
Die Welt hat nach diesem Buch eine noch viel stärkere Schieflage als sie auf den ersten Blick offenbart.
Für mich ist das Thema sehr herausfordernd, da ich gerne und viel Geld ausgebe. Meistens für Dinge, die ich eigentlich schon im Überfluss habe, aber unbedingt besitzen möchte.
Aber ich will auf in der Spur bleiben, die das Thema anregt. Verantwortungsvoll Leben. Darum geht's.
Wie gehe ich mit meiner Umwelt um? Verbessere ich mit meinem Einkauf soziale Bedingungen? Was ist mir ein Produkt wert?
Am Beispiel Milch möchte ich das deutlich machen. Gestern war ich einkaufen und ich brauchte auch Milch. Ich trinke gern und viel Milch, nicht nur im Kaffee. Es gibt Milch für 55 Cent den Liter. Diese habe ich ganz lange gekauft, ist ja billig! Bis ich in den Sommerferien zu Besuch auf einem Bauernhof war und mir der Landwirt erklärt hat, was er für einen Liter Milch bekommt. Wenn die Milch weiterhin so billig ist, dann müsste er zumachen meinte er.
Milch ist mir heute mehr Wert. Es gibt Milch aus der Region- ohne lange Transportwege und mit einem fairen Milchpreis für die Bauern. Die ist teurer, keine Frage - aber das sollte uns die Milch wert sein. Lebensmittel überhaupt. Und, es gibt ja einen Trend dazu. Anscheinend gibt es immer mehr VerbraucherInnen die Wert auf gute und ökologische Lebensmittel legen. Die Märkte stellen sich darauf ein wenn die Nachfrage groß genug ist. Vielleicht gibt es eine Renaissance kleiner Hofläden, die 100% Bio und eigene Herstellung verkaufen.
Und wer keine Milch trinkt aber lieber im Internet surft? Hier die CO2 neutrale Suchmaschine
forestle.org
Das sind nur kleine Beispiele und ich weiß, man muss sehr viel mehr verändern als nur seine Milch fair zu kaufen. Aber sie zeigen, wie man mit wenig Mitteln etwas für diesen Planeten tun kann -schließlich haben wir nur diesen einen!